Allgemeines zu den Sitzungen

Wie viele Sitzungen benötige ich?


Die Anzahl der benötigten Sitzungen variiert je nach individueller Situation und Tiefe. Einige Klienten fühlen sich bereits nach wenigen Sitzungen besser, während andere längerfristige Unterstützung benötigen.

Im Bereich Coaching ist insgesamt meist mit einer geringeren Anzahl an Sitzungen zu rechnen. Hier reichen in einzelnen Fällen auch schon 3-5 Sitzungen.
Gerne geben wir Ihnen in dem kostenlosen Kennenlern-Termin eine erste Einschätzung.

In welchen zeitlichen Abständen sollten die einzelnen Sitzungen sein?


Dies ist Ihnen überlassen – Sie entscheiden, was Ihnen gut tut. Manche Menschen finden es hilfreich jede Woche einen Termin zu machen, während andere alle zwei Wochen kommen. Es ist auch möglich Sitzungen nach Bedarf zu vereinbaren. Die Häufigkeit der Sitzungen kann flexibel an Ihre individuellen Bedürfnisse und Ihren Heilungsprozess angepasst werden.

Wie läuft eine typische Sitzung ab?


Eine typische Sitzung beginnt mit einem vertrauensvollen Gespräch, in dem Sie Ihre aktuellen Herausforderungen und Gefühle teilen können. Im sicheren Rahmen arbeiten wir dann gemeinsam daran, Ihre unterdrückten Emotionen zu erkennen und auszudrücken. Der Prozess ist auf Ihr Tempo abgestimmt.

Was kann ich nach der Sitzung erwarten?


Nach der Sitzung können Sie sich erleichtert, aber auch emotional erschöpft fühlen. Es ist wichtig, sich Zeit für Selbstfürsorge zu nehmen und auf sich selbst zu achten. Langfristig können Sie erwarten, dass Sie sich zunehmend ausgeglichener, verbundener und stärker in Ihrem Selbst fühlen.

Wie bereite ich mich auf den ersten Termin vor?


Um Ihren ersten Termin für Sie so zufriedenstellend wie möglich zu gestalten, ist es hilfreich, wenn Sie sich vorab ein paar Notizen zu folgenden Punkten machen: Was ist ihr Anliegen? Was möchten Sie erreichen bzw. was genau wollen Sie verändern? Was sind weitere Fragen, die Sie eventuell an uns haben?

Was passiert im ersten Termin?


In Ihrem ersten Termin haben Sie die Möglichkeit uns Ihr Anliegen, Ihre spezifischen Bedürfnisse sowie Ihre Ziele in Ruhe zu schildern. Davon ausgehend erläutern wir Ihnen mögliche Methoden und Vorgehensweisen und beantworten Ihnen Fragen. So können Sie für sich prüfen, ob Sie sich bei uns wohl- und mit Ihrem Anliegen gut aufgehoben fühlen. 

Organisatorische Fragen

Gibt es ein Wartezimmer, ähnlich wie beim Arzt?


Nein, es gibt kein Wartezimmer. Sie erhalten von uns einen festen Termin, zu dem nur Sie in der Praxis erscheinen. Kommen Sie somit bitte pünktlich zu Ihrem Termin, d.h. weder zu früh noch zu spät.

Was ist, wenn ich einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen kann?


Falls Sie einen Termin einmal nicht einhalten können, sagen Sie uns diesen bitte mindestens 24 Stunden vorher per Mail oder Telefon ab.
Bei einer späteren Absage oder Nichterscheinen wird eine Ausfallgebühr in Höhe von 80 € fällig, da wir den Termin dann nicht mehr anderweitig vergeben können.

Kann ich außerhalb der regulären Sitzungen Unterstützung bekommen?


In dringenden Fällen sind wir zu unseren Sprechzeiten per E-Mail, WhatsApp und Telefon erreichbar.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?


Da die Beratung keine Behandlung ist, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen. Beratung wird durch öffentliche Gelder bzw. bestimmte Träger finanziert (z.B. Beratungsstellen der Caritas) in der wir sie auch anbieten. Ansonsten ist Beratung eine Selbstzahler-Leistung. 

Psychologische Beratung und Psychotherapie

Was ist der Unterschied zwischen psychologischer Beratung und Psychotherapie?


Oft werden wir gefragt, warum wir „nur“ psychologische Beratung anbieten und worin eigentlich der Unterschied zwischen Beratung und Therapie besteht. Mit diesem FAQ möchten wir helfen, die Unterschiede zu verstehen, damit Sie ggf. besser entscheiden können, was passender für Sie ist. 

Der größte Unterschied liegt erstmal darin, dass psychologische Beratung im Gegensatz zu Psychotherapie keine Heilbehandlung ist, d.h. wenn Symptome mit einem sogenannten Krankheitswert vorliegen (z.B. Psychische Störungen wie sie nach einem Trauma entstehen können sowie akute psychische Krisen z.B. suizidale Krisen, psychotische Zustände…) dann werden diese im Rahmen einer Psychotherapie behandelt. Da dann eine Diagnose gestellt wird, kann auch die Krankenkasse die Kosten übernehmen.

In der psychologischen Beratung hingegen wird ein Lebensproblem eines psychisch gesunden Menschen (z.B. Umgang mit Mutlosigkeit, Überforderung, Selbstzweifel, Traurigkeit, ständigem Grübeln oder völliger Energielosigkeit ) angegangen. Es geht also in der Beratung nicht um die Behandlung einer psychischen Erkrankung. Es wird keine Diagnose gestellt und es erfährt dadurch auch niemand, dass Sie die Beratung aufsuchen. Das Abschließen von Versicherungen (z.B. BU Versicherung) oder Verbeamtungsverfahren… werden nicht beeinflusst.

Viele Menschen kommen jedoch in Psychotherapie, die ein Lebensproblem UND eine psychische Erkrankung haben. Die psychologische Beratung kann hier früher ansetzen und der Prävention dienen, d.h. sie findet idealerweise statt bevor eine Erkrankung auftritt oder anders gesagt: psychologische Beratung kann einer Erkrankung vorbeugen.

Manchmal kann Beratung auch eine Brücke sein, bis ein Psychotherapieplatz gefunden ist. Hier sollte jedoch von Anfang an klar sein, dass es das Ziel ist, einen Psychotherapieplatz zu finden.

Wie unterscheiden sich Beratung und Psychotherapie inhaltlich und in den Methoden?


In unseren Beratungen nutzen wir Ansätze aus der Psychotherapie, denn auch in der Psychotherapie geht es immer wieder um die Lösung von bestimmten Lebensproblemen. Jedoch fällt die Symptom-Therapie weg.

Wenn ein Psychotherapeut; in z.B. eine Patientin oder einen Patienten mit Angststörung vor sich hat, behandelt er zunächst die Angst und deren Symptome –mit verhaltenstherapeutischen Methoden.

Dies findet in der Beratung nicht statt. Wir konzentrieren uns hier sehr auf gemeinsam bestimmte Ziele. Wir starten auch nicht mit einer ausführlichen Abfrage der Biographie, wie in der Psychotherapie, da Beratung nicht so „umfassend“ ist.

Die Beratung ist also „fokussierter“. Das zeigt sich auch in der Frequenz und Länge. Verhaltenstherapeutische Psychotherapie findet in der Regel einmal die Woche über einen längeren Zeitraum statt. Beratung ist kürzer und in der Frequenz flexibel. Sie können außerdem den Kanal (persönlich, online oder telefonisch) frei wählen. Dies geht in der Psychotherapie nicht bzw. nur bedingt. Die Wartezeiten sind in der Regel kürzer, wenn Sie psychologische Beratung in Anspruch nehmen wollen (bei uns aktuell max. drei Wochen).

Um Sie auf Ihrem Weg in der psychologischen Beratung zu unterstützen, nutzen wir unterschiedlichste Methoden (siehe Psychologische Beratung), die uns im Laufe der Zeit und vor allem in der Weiterbildung und Eigenerfahrung überzeugt haben. 

Grenzen der psychologischen (Online-)Beratung?


Bitte beachten Sie, dass eine psychologische (Online)-Beratung keine Psychotherapie im Sinne des Psychotherapeuten-Gesetz darstellt. Sie bietet nicht in allen Fällen eine adäquate Unterstützung. Psychische Störungen wie sie z.B. nach einem Trauma entstehen können sowie akute psychische Krisen (z.B. suizidale Krisen, psychotische Zustände) erfordern einen persönlichen und langfristigen Kontakt, der über die Krankenkasse finanziert wird. Bitte wenden sie sich in diesen Fällen an einen örtlichen Notfall-Dienst (z.B. Krisendienste Bayern 0800/655 3000) oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) bzw. einen niedergelassenen Psychotherapeuten in Ihrer Nähe. Wir leiten sie auch gerne innerhalb unseres Partnernetzwerkes weiter.

Was spricht FÜR psychologische Beratung?


Fühlen Sie sich verstanden
 und nicht mehr alleine mit Ihrem Problem. Teilen Sie es mit jemanden, der idealerweise empathisch durch Selbsterfahrung und kompetent zugleich ist.  

Erhalten Sie  Antworten auf Ihre Fragen. Reduzieren Sie Ihre Selbstzweifel.

Erfahren Sie  andere Perspektiven zu Ihrem Problem und Ansatzpunkte für Veränderung.

Entwickeln Sie  wieder einen Blick auf Ihre Stärken und die Möglichkeiten, die Sie dadurch haben, mit Ihrer Situation anders umzugehen.

Verstehen Sie sich mit Ihren Gefühlen und Bedürfnissen besser und bleiben dadurch dauerhaft psychisch gesund.

Das alles und noch viel mehr kann Ihren Selbstwert stärken und zu mehr Zufriedenheit in Ihrem Leben führen, da Sie nicht weiter mit Ihren „blinden Konflikten“ agieren, sondern diese besser erkennen und reflektieren können. 

Geringere Wartezeiten (bei uns aktuell ca. 3 Wochen)

Es wird keine Diagnose gestellt und es erfährt dadurch auch niemand, dass Sie die Beratung aufsuchen. Das Abschließen von Versicherungen (z.B. BU -Versicherung) oder Verbeamtungsverfahren… werden nicht beeinflusst.

Welche Vorteile gibt es, wenn ich die Beratung selbst zahle?

  • Direkter persönlicher Kontakt & zeitnaher Beginn, da Sie nicht auf die Bewilligung der Kostenübernahme durch Ihre Krankenversicherung warten müssen.
  • Mehr Flexibilität bei der Terminvergabe, Sitzungsfrequenz und Dauer der Beratung. Sie entscheiden, wie viele Sitzungen in welchen Abständen Sie in Anspruch nehmen möchten.
  • Schutz Ihrer Privatsphäre: Ihre therapiebezogenen Daten einschließlich Ihrer Diagnose werden nicht an Ihre Krankenversicherung übermittelt. Somit können hieraus keine eventuellen späteren Schwierigkeiten bei einer Bewerbung für den Staatsdienst (z.B. Lehrerberuf/ Polizei) oder dem Abschluss von Versicherungen (z.B. Berufsunfähigkeits-, Lebens- oder Krankenversicherungen…) für Sie entstehen.
  • Freie Methodenwahl: Sie sind nicht auf die von der Krankenkasse bezahlten Verfahren (Verhaltenstherapie, analytische Psychotherapie (Psychoanalyse), tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Systemische Therapie…) festgelegt.
Haben psychologische Berater eine Schweigepflicht?


Die Beratung unterliegt der Schweigepflicht (§ 203 StGB)
. Es gibt keinen Austausch von Informationen mit Behörden, Krankenkassen…, es sei denn, Sie entbinden den Berater von der Schweigepflicht.